Starte.ai← Home

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Version 2.3 · Stand: 9. August 2026

Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO zwischen dir bzw. deinem Unternehmen als Verantwortlichem und der Horpion GmbH als Auftragsverarbeiter. Er gilt für die Nutzung von starte.ai (einschließlich der KI-Funnels) sowie des optionalen Softwarezugangs unter software.starte.ai. Er ist Bestandteil der AGB und wird elektronisch geschlossen (siehe § 13).

Dieser AVV ist eine standardisierte Vorlage nach Art. 28 DSGVO. Für deine konkrete Verarbeitung bleibst du als Verantwortlicher eigenverantwortlich.

Parteien

Auftragsverarbeiter:
Horpion GmbH
Am Kaiserblick 28, 83098 Brannenburg, Deutschland
E-Mail: info@starte.ai

Verantwortlicher (Kunde): Diejenige natürliche oder juristische Person, die ein Benutzerkonto bei starte.ai erstellt bzw. einen Funnel anlegt und die Dienste nutzt. Der Verantwortliche wird über die von ihm hinterlegten Impressums-/Kontodaten identifiziert.

1. Gegenstand & Dauer

Gegenstand ist die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Auftragsverarbeiter ausschließlich im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen zur Bereitstellung der vertraglich vereinbarten Leistungen. Der AVV läuft für die Dauer der Nutzung des starte.ai-Kontos bzw. der jeweiligen Funnels und endet mit deren Beendigung.

2. Art, Umfang & Zweck der Verarbeitung

Der Auftragsverarbeiter stellt technische Software-Infrastruktur bereit, insbesondere:

  • KI-Funnels — Erstellung und Hosting von Lead-Funnels, Landingpages, Quizzen und Formularen; Erfassung, Speicherung und Verwaltung der dabei anfallenden Leads/Antworten
  • KI-Verarbeitung — Erzeugung personalisierter Ergebnisse/Auswertungen sowie eines optionalen KI-Chats aus den Eingaben der Endnutzer
  • E-Mail-Zustellung — Versand von Ergebnis- und Benachrichtigungs-E-Mails an Leads bzw. an den Verantwortlichen
  • Zahlungsabwicklung — sofern der Verantwortliche den Verkauf über einen Funnel aktiviert
  • CRM & Marketing (software.starte.ai) — Speicherung/Verwaltung von Kontakten, Automationen, E-Mail-/SMS-Kommunikation
  • Anbindung von Drittanbietern (z. B. Meta-Pixel, Google, Webhooks), soweit vom Verantwortlichen aktiviert
  • Eingebettete Inhalte Dritter (z. B. YouTube-/Vimeo-Video oder Calendly-/Cal.com-Terminbuchung in einem Funnel-Block), soweit vom Verantwortlichen eingesetzt. Diese Inhalte werden erst nach ausdrücklicher Einwilligung des jeweiligen Besuchers geladen (Zwei-Klick-Lösung); die Verbindung erfolgt dann direkt zwischen dem Besucher und dem Anbieter, nicht über den Auftragsverarbeiter. Der Verantwortliche bleibt für die von ihm eingesetzten Einbettungen und deren Ausweisung in seiner eigenen Datenschutzerklärung verantwortlich.

Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten ausschließlich zu diesen Zwecken, nicht für eigene Zwecke.

3. Art der personenbezogenen Daten

Mögliche Datenkategorien (der konkrete Umfang hängt allein von der Nutzung des Verantwortlichen ab):

  • Kontakt- und Stammdaten (Name, E-Mail, ggf. Telefonnummer)
  • Antworten aus Quizzen/Formularen sowie daraus abgeleitete Merkmale (Qualifizierung)
  • Kommunikationsdaten (E-Mail, Chat-Nachrichten)
  • Tracking- und Marketingdaten (nach Einwilligung des Endnutzers)
  • Vertrags- und Bestelldaten (bei aktiviertem Verkauf)
  • vom Verantwortlichen hochgeladene oder generierte Inhalte

4. Kategorien betroffener Personen

  • Leads und Interessenten, die Funnels/Formulare des Verantwortlichen ausfüllen
  • Kunden bzw. Endkunden des Verantwortlichen
  • Newsletter-Abonnenten
  • Teilnehmer von Coachings, Kursen oder Shops des Verantwortlichen

5. Pflichten des Auftragsverarbeiters (Art. 28 Abs. 3 DSGVO)

Der Auftragsverarbeiter verpflichtet sich, insbesondere:

  • personenbezogene Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen zu verarbeiten, auch bei einer Übermittlung in Drittländer (es sei denn, er ist gesetzlich dazu verpflichtet)
  • die zur Verarbeitung befugten Personen zur Vertraulichkeit zu verpflichten
  • geeignete technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO zu treffen (§ 7)
  • die Bedingungen für die Inanspruchnahme von Unterauftragsverarbeitern einzuhalten (§ 8)
  • den Verantwortlichen bei der Erfüllung von Betroffenenrechten und seinen Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO zu unterstützen (§ 10)
  • nach Wahl des Verantwortlichen alle Daten nach Ende der Verarbeitung zu löschen oder zurückzugeben (§ 12)
  • dem Verantwortlichen die zum Nachweis der Einhaltung erforderlichen Informationen bereitzustellen und Überprüfungen zu ermöglichen (§ 11)
  • den Verantwortlichen unverzüglich zu informieren, falls eine Weisung gegen Datenschutzrecht verstößt

6. Weisungsrecht des Verantwortlichen

Der Verantwortliche erteilt Weisungen über die Einstellungen im Dashboard (z. B. Konfiguration von Funnels, Tracking, E-Mail-Versand), über Lösch- und Exportanfragen sowie in Textform an info@starte.ai. Unklare oder rechtswidrige Weisungen kann der Auftragsverarbeiter zurückweisen.

7. Technische & organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Der Auftragsverarbeiter setzt u. a. folgende Maßnahmen um:

  • Transportverschlüsselung (SSL/TLS) und verschlüsselte Datenhaltung
  • Zugriffsbeschränkungen, Passwortschutz sowie Rollen- und Rechtemanagement
  • Trennung nach Mandanten/Konten (jeder Verantwortliche sieht nur seine eigenen Daten)
  • Protokollierung/Audit-Logs sicherheitsrelevanter Vorgänge
  • regelmäßige Backups und Wiederherstellungsverfahren
  • Datenbank-Hosting in der EU (Region Frankfurt); Auswahl datenschutzkonformer Dienstleister

8. Unterauftragsverarbeiter (Art. 28 Abs. 2 & 4 DSGVO)

Der Verantwortliche stimmt der Einbindung der nachfolgend genannten Unterauftragsverarbeiter zu. Der Auftragsverarbeiter verpflichtet diese vertraglich auf ein dem vorliegenden AVV entsprechendes Datenschutzniveau.

DienstleisterZweckOrtDrittlandgarantie
Supabase (Supabase Inc.)Datenbank, Authentifizierung & Speicherung der Leads/KontakteEU — Frankfurt am Main— (Verarbeitung in der EU)
Vercel Inc.Hosting, CDN/Edge, Auslieferung der Funnels & des DashboardsUSA / EUEU-U.S. Data Privacy Framework bzw. Standardvertragsklauseln (SCC)
Kie (KI-API-Proxy)KI-Textgenerierung & -prüfung: leitet die Antworten/Eingaben der Endnutzer an das jeweilige KI-Modell (u. a. von OpenAI und Anthropic) weiter, um das Ergebnis zu erstellen (kein Training)je nach Routing (EU/USA)Standardvertragsklauseln (SCC), soweit ein Drittlandbezug besteht
Anthropic PBCKI-Textgenerierung & -prüfung — direkter Verarbeitungsweg (u. a. Ausfallreserve sowie erweiterte Auswertungen; verarbeitet die Antworten/Eingaben der Endnutzer zur Erstellung des jeweiligen Ergebnisses; kein Training)USAStandardvertragsklauseln (SCC), Art. 46 DSGVO
Resend (Resend, Inc.)Technischer E-Mail-Versand (Ergebnis-/Benachrichtigungs-E-Mails an Leads bzw. an den Verantwortlichen)USAStandardvertragsklauseln (SCC) bzw. EU-U.S. Data Privacy Framework
Stripe Payments Europe, Ltd.Zahlungsabwicklung — nur, wenn der Verantwortliche den Verkauf über den Funnel aktiviertEU (Irland) / USAStandardvertragsklauseln (SCC) bzw. EU-U.S. Data Privacy Framework
GoHighLevel (HighLevel LLC)CRM, E-Mail-/SMS-Marketing & Automationen — nur bei Nutzung von software.starte.aiUSAEU-U.S. Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln (SCC)
KI-Bildgenerierung (u. a. Kie)Erzeugung von Bildern aus den vom Verantwortlichen bereitgestellten Vorgaben/Marken-Assets — in der Regel ohne personenbezogene Endnutzerdatenje nach Anbieter (EU/USA)Standardvertragsklauseln (SCC), soweit ein Drittlandbezug besteht

Beabsichtigt der Auftragsverarbeiter, einen weiteren Unterauftragsverarbeiter hinzuzuziehen oder einen bestehenden zu ersetzen, informiert er den Verantwortlichen vorab durch Aktualisierung dieser Liste bzw. der Datenschutzerklärung. Der Verantwortliche kann der Änderung binnen 14 Tagen ab Veröffentlichung aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen; in diesem Fall kann jede Partei den betroffenen Dienst außerordentlich beenden.

9. Übermittlung in Drittländer

Soweit personenbezogene Daten in ein Drittland (insbesondere die USA) übermittelt werden, erfolgt dies ausschließlich auf Grundlage geeigneter Garantien nach Kapitel V DSGVO — namentlich der Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO) und/oder des EU-U.S. Data Privacy Framework bei entsprechend zertifizierten Anbietern. Die konkrete Grundlage je Dienstleister ergibt sich aus der Tabelle in § 8.

10. Unterstützung des Verantwortlichen

Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen mit geeigneten Mitteln bei der Beantwortung von Anträgen betroffener Personen (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch) sowie bei der Einhaltung der Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO. Einzelne Leads können vom Verantwortlichen im Bereich „Leads" gelöscht oder exportiert werden (Umsetzung von Art. 17 und Art. 20 DSGVO).

11. Nachweise & Überprüfungen

Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen auf Anfrage die zum Nachweis der Einhaltung dieses AVV erforderlichen Informationen bereit und ermöglicht angemessene Überprüfungen (z. B. durch Auskünfte, Dokumentation oder — nach Vereinbarung — Vor-Ort- bzw. Remote-Prüfungen), soweit dies verhältnismäßig ist und den Betrieb nicht unangemessen beeinträchtigt.

12. Löschung & Rückgabe nach Vertragsende

Nach Beendigung der Verarbeitung werden die Daten nach Wahl des Verantwortlichen gelöscht oder zurückgegeben und vorhandene Kopien entfernt, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Die Löschung erfolgt regelmäßig innerhalb von 30 Tagen nach Kündigung bzw. Löschanfrage; Backups werden turnusgemäß überschrieben. Zugänge werden deaktiviert.

13. Meldung von Datenschutzverletzungen

Der Auftragsverarbeiter meldet dem Verantwortlichen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten, die die vom Auftrag umfassten Daten betreffen, unverzüglich nach Kenntnisnahme, damit dieser seine Melde- und Benachrichtigungspflichten (Art. 33, 34 DSGVO) erfüllen kann.

14. Pflichten des Verantwortlichen

Der Verantwortliche ist allein verantwortlich für:

  • die Rechtmäßigkeit der Datenerhebung und -verarbeitung
  • die Einholung aller erforderlichen Einwilligungen (z. B. Double-Opt-In, Tracking)
  • Inhalte und Rechtstexte (Impressum, Datenschutz) seiner eigenen Funnels/Seiten
  • die korrekte Nutzung von Pixeln, Tracking und Integrationen

Der Auftragsverarbeiter übernimmt hierfür keine Haftung.

15. Haftung

Es gelten die Haftungsregelungen der AGB sowie Art. 82 DSGVO. Im Verhältnis der Parteien haftet der Verantwortliche vollständig für Verstöße, die aus rechtswidrigen Kampagnen, fehlenden Einwilligungen, falschen/unvollständigen Datenschutzhinweisen oder rechtswidrigen Inhalten resultieren; der Auftragsverarbeiter haftet im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.

16. Schlussbestimmungen

Dieser AVV ist Bestandteil der AGB. Änderungen dieses AVV werden auf dieser Seite mit neuer Versionsnummer und Datum veröffentlicht. Es gilt jeweils die Fassung, die zum Zeitpunkt deiner Zustimmung in Kraft war.

Eine handschriftliche Signatur ist nicht erforderlich — Art. 28 DSGVO erlaubt den elektronischen Abschluss. Du schließt diesen AVV ab, indem du beim Anlegen eines Funnels bzw. deines Kontos das entsprechende Kästchen bestätigst. Der Zeitpunkt deiner Zustimmung wird gespeichert.

Mit Aktivieren des Kästchens bestätigst du: „Ich schließe den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO mit der Horpion GmbH ab und bin Verantwortlicher für die über meinen Funnel erhobenen Daten."

Du kannst diese Seite über die Druckfunktion deines Browsers als PDF speichern.